GALERIE

Die Galerie im MUSEUM LUH

Hier sind wir nun in der Galerie des MUSEUM LUH angekommen und – wie Sie wahrscheinlich schon gesehen haben – ist auch dieser Raum angefüllt. Aber diesmal hauptsächlich mit zwei- und dreidimensionalen Kunstobjekten. Eigentlich ist der Galerie-Raum der Raum der Podeste, denn hier sind fast alle Gegenstände auf oder unter Podesten, also sichtbar oder unsichtbar, präsentiert und gelagert. Ich beginne mit der Beschreibung des Unsichtbaren.

Unter dem großen, mit Teppichboden belegten Podest, lagern in vier mit Rollen versehenen Schubladen meine zweidimensionalen Arbeiten, wie die gesamten Restauflagen meiner Linolschnitt- und Linoldruck Graphiken und Mappen voller Monotypien. Außerdem sind dort unter anderem 4.500 weiß lackierte und an ihrem einen Ende mit einem roten Radiergummi versehene Bleistifte verwahrt.

Und bevor ich es vergesse, will ich schnell noch die, in der einen hinteren, linken Ecke des Raumes stehenden, zwei metallenen Ständer erwähnen, die mit etwa 3.000 benutzen, silberfarbenen Champagnerflasche-Sicherungsdrähten behängt sind, dem Arbeitsausgangsmaterial für MEIN ALPHABET. Die Idee zum Sammeln und Aufbewahren dieser Sicherungsdrähte war, irgendwann einmal eine Art von Bibliothek mit meinem „Alphabet“ zu realisieren (die dazugehörigen Korken sind im nächsten Raum, also im Atelier-Raum des MUSEUM LUH, eingelagert).

Dafür ist im Jahre 2019 schon mal meine Publikation OFFENBARUNG (ISBN 978-3-945042-28-1) entstanden, die, vom Titel bis zum Impressum, in meinem Alphabet geschrieben ist. Zur Übersetzungshilfe des Alphabets, findet der Leser, auf den Innenseiten des roten Schutzumschlages, das Alphabet mit Groß- und Kleinbuchstaben (siehe unten).

OFFENBARUNG-für-Email

An den beiden Wänden hinter und über den MEIN ALPHABET-Kästen (entstanden 1998 – 2000) sowie vor der Fenster-Wand hängen fünf Stoffarbeiten aus Kasperletheater-Puppenkörpern, die sogenannten KÖRPER-SPRACHEN (entstanden 1993 – 1998).

– Seitlich rechts neben REQUIEM FÜR MEINE MUTTER (von 2011) und hinter den beiden Glasgefäßen von 1. SEPTEMBER (von 2014) steht die neunteilige Arbeit ES IST SERVIERT (von 2008). Dabei stehen auf neun großen, flachen, weißen Porzellan-Tellern, gleich viele Objekte und jedes davon präsentiert eine andere mit Gießharz verbundene Materialsammlung. Zu den neun Materialsammlungen gehören Streichhölzer, Eicheln mit ihren Schalen, Kasperletheater-Puppenkörper, Postkarten, eine Rolle aus geschlitztem und gefaltetem Pappverpackungs-Material, Flaschenbürsten, sieben Saugglocken mit kleinen, aus Kunststoff gegossenen Schachfiguren und den dazugehörigen Gusskanälen, blaue und schwarze Objekte aus Gummi sowie Papier aus einem Reißwolf als Verpackungsmaterial. Es gibt soviel auch in diesem Raum zu entdecken.

So wie – hinten rechts im Raum – WORKING TABLE. WORKING TABLE ist ein ständig wachsendes Objekt, ein Materiallager und ein Zeitdokument. Seit mehr als 20 Jahren verändert WORKING TABLE immer wieder sein Gesicht und sein Erscheinungsbild, auf Grund der immer wieder neu dazukommenden Anhängungen. 1994 wurde WORKING TABLE zum ersten Mal in Buenos Aires in der „Galería Der Brücke“ präsentiert. Alle erdenklichen Materialien finden sich an ihm, Einzelstücke und kleine Sammlungen, Kunstobjekte und Ready-mades, Zwei- und Dreidimensionales.

Besonders wichtig ist mir noch zu erwähnen, dass ich, tief unter dem Podest und ganz hinten an der Wand, nach über 20 Jahren, zwei große Pappkartons und zwei Sammelmappen wiederentdeckte habe, an deren Existenz ich mich zwar noch erinnern konnte, aber nicht mehr genau an ihre Inhalte. – Die Kartons und die beiden übervollen Sammelmappen waren angefüllt mit Kunstwerken aus einer Zeit vor der Digitalisierung, also Ende des letzten Jahrtausends. Die Kunstwerke in den Kartons waren alle gerahmt. Deshalb habe ich sie, in ihren Rahmungen, fotodokumentiert. – Die Sammlung aller Arbeiten, ob nun gerahmt oder ungerahmt, umfasst 112 Kunstwerke von 54 Künstlerinnen und Künstlern. Bitte beachten Sie dazu die Auflistung der Namen aller Produzenten, in alphabetischer Reihenfolge und mit den dazugehörigen Seitenangaben im nachfolgenden, virtuellen Katalog dieser Kunstsammlung (Teil I. – III.):

  • Gabriela Aberastury – Teil I. / Seite 1,
  • Peter Anders – Teil I. / Seite 3,
  • Arno Arts – Teil I. / Seite 11,
  • Udo E. Baukus – Teil I. / Seite 15,
  • Bentin – Teil I. / Seite 27,
  • Antonio Berni – Teil I. / Seite 31,
  • Jan Christof – Teil I. / Seite 33,
  • Ava Cooley – Teil I. / Seite 35,
  • Charles Dixon – Teil I. / Seite 39,
  • U. Eichter – Teil I. / Seite 41,
  • Axel Gallun – Teil I. / Seite 43,
  • Rolf Gerner – Teil I. / Seite 59,
  • Christian Gürtler – Teil I. / Seite 69,
  • Wolfgang Hainke – Teil I. / Seite 71,
  • Dieter Haist – Teil I. / Seite 73,
  • Roger Hausmann – Teil II. / Seite 1,
  • R. A. Hose – Teil II. / Seite 5,
  • Thomas John – Teil II. / Seite 7,
  • Josef – Teil II. / Seite 9,
  • S. Kahnt – Teil II. / Seite 11,
  • Kazuo Katase – Teil II. / Seite 23,
  • Marilu Klein – Teil II. / Seite 25,
  • Bodo W. Klös – Teil II. / Seite 27,
  • Klaus Kummerant – Teil II. / Seite 35,
  • Christian Leon – Teil II. / Seite 43,
  • A. Loewig – Teil II. / Seite 45,
  • Wolfgang Luh – Teil II. / Seite 47,
  • Thomas Lunz – Teil II. / Seite 51,
  • Arne Maolen – Teil II. / Seite 53,
  • H. Miller – Teil II. / Seite 55,
  • Bernd Michael Momber – Teil II. / Seite 57,
  • W. Momberg – Teil II. / Seite 59,
  • Neill Monro – Teil II. / Seite 61,
  • Heta Norros – Teil II. / Seite 65,
  • Raimund Oertling – Teil II. / Seite 67,
  • Jürgen O. Olbrich – Teil III. / Seite 1,
  • Horst Oltmer – Teil III. / Seite 11,
  • Paul – Teil III. / Seite 15,
  • Ploss – Teil III. / Seite 29,
  • R – Teil III. / Seite 31,
  • Randi – Teil III. / Seite 33,
  • Reelaerr – Teil III. / Seite 39,
  • Folke Regus – Teil III. / Seite 41,
  • O. Rihn – Teil III. / Seite 47,
  • Hector Saunier – Teil III. / Seite 49,
  • Schauzenbacher – Teil III. / Seite 51,
  • Achim Schnyder – Teil III. / Seite 53,
  • Ulrich Schröder – Teil III. / Seite 55,
  • Andreas Schwietzke – Teil III. / Seite 57,
  • Gabriele Seitz – Teil III. / Seite 59,
  • Laila L. Unger – Teil III. / Seite 61,
  • Van Hülsen – Teil III. / Seite 63,
  • Wolfgang Weiss – Teil III. / Seite 65,
  • Marko Živković – Teil III. / Seite 69.


Und wenn ich schon mal beim Lüften von Geheimnissen bin, muss ich gestehen, dass ich unter dem Podest, noch einen dritten, noch grösseren Karton gefunden habe, der auch voller Bilderrahmen war. In diesen Bilderrahmen befand sich eine Sammlung von kleinformatigen Arbeiten aus meiner eigenen Produktion. Sie stammten alle aus einem Zeitraum von weniger als 10 Jahren und waren alle in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden. Darunter befanden sich handgedruckte Einladungskarten,
Kunstkarten, Künstlerdrucke, Multiples, Mail Art und Eat-Art.

Um die Arbeiten besser dokumentieren zu können, habe ich mich diesmal dafür entschieden, alle Arbeiten aus den Bilderrahmen zu entnehmen und ohne diese zu fotografieren. In der Reihenfolge, wie ich die Arbeiten aus den Bilderrahmen herausgenommen habe, habe ich sie auch fotografiert. Und in dieser Abfolge kamen sie dann auch in den nachfolgenden, virtuellen Katalog (siehe unten).

Die Bilderrahmen liegen nun wieder in ihrem Karton und dieser wieder unter dem Podest, während ihre Inhalte – die Karten, Multiples und die anderen kleinformatigen Arbeiten – in einer Schachtel verwahrt sind.

Ich möchte noch darauf hinzuweisen, dass geplant ist, diese Kollektion, im Frühjahr 2023, mit nach Argentinien zu nehmen, um sie dort – vielleicht im ” Museo Punto Azul“ in Sierras Bayas oder im ”Museo de Arte Dámaso Arche“ in Olavarría – zu zeigen.

Zu Ihrer Hintergrundinformation: ich reise im April 2023 nach Argentinien, um, anläßlich der Ausstellung ”30 Jahre Deutsch-Argentinische Kulturbrücke“ (29.04. – 29.05.2023), gemeinsam mit der ebenfalls international arbeitenden, argentinischen Künstlerin Gabriela Aberastury aus Buenos Aires, unsere Arbeiten im ”Museo de Arte Dámaso Arche“ in Olavarría zu präsentieren.

Es folgt der virtuelle Katalog (Teil I. – Teil VI.):



Zum Schluss meiner hoffentlich kurzweiligen Führung durch die Galerie des MUSEUM LUH möchte ich aber noch auf die kleinen Kunstwerke hier im Vordergrund hinweisen. Sie gehören zu den sogenannten Kunststücken des ERSTEN KASSELER HERRENABENDS. Diese kleinen Kunstwerke sind für den EKHA entstanden und waren einem jeweiligen Montagabend zugewiesen, denn jeden Montagabend tagt der ERSTE KASSELER HERRENABEND nebenan im Atelier des MUSEUM LUH. Nach ihrer Präsentation dort, also während eines HERRENABEND-Montagabends, wurde jedes Kunststück auf der Webseite des EKHA, unter der Rubrik ”Montagsfoto“, manifestiert (www.http://1kha.com/index.php/montagsfoto)!

Im Frühjahr 2020 entstand zu diesem Thema auch das Buch KUNSTSTÜCKE DES HERRENABENDS (ISBN 978-3-945042-30-4), das die Kunststücke des EKHA aus den Jahren 2016 – 2020 dokumentierte und Hintergrundinformationen zum ERSTEN KASSELER HERRENABEND preisgab (siehe unten).

2020-KUNSTSTÜCKEDES-EKHA

Hier folgt nun die Liste der Fotogalerien:

  1. Totentanz – Nussknacker (Auswahl)
  2. Linoldruck-Graphiken (Auswahl)
  3. Buchobjekte, Künstlerbücher und Objekte mit Büchern (Auswahl)
  4. DAS ALPHABET
  5. KÖRPER-SPRACHEN (Auswahl)
  6. REQUIEM FÜR MEINE MUTTER
  7. 1. SEPTEMBER
  8. ES IST SERVIERT
  9. Kunststücke des ERSTEN KASSELER HERRENABENDS (Auswahl)

”Bis gleich dann“, sprach der Museumsdirektor, ”ich gehe schon mal ins Atelier voraus und starte schon mal den Espresso-Kocher! Ich erwarte Sie dort, in etwa 10 Minuten! Wollen Sie Ihren Espresso mit oder ohne Zucker? Bis dann gleich!“

Fotogalerie